Die Farben der Schönheit – Sophias Hoffnung von Corina Bomann – Rezension

Die Farben der Schönheit - Sophias Hoffnung Rezension

Faszinierende Einblicke in die Zeit des Puderkriegs
Ich mag Bücher über starke Frauen und ich mag es, wenn Fiktion und Realität ein bisschen verknüpft werden. Da kam mir der Auftakt zu der Trilogie von Corina Bomann rund um den “Puderkrieg” zwischen Helena Rubinstein und Elizabeth Arden gerade recht.

Worum geht’s?
Berlin, 1926. Aufgewühlt verlässt Sophia ihr Elternhaus. Ihr Vater will sie nie wiedersehen, ihre Mutter ist in Tränen aufgelöst. Erst als sie vor ihrem Geliebten steht, begreift Sophia, dass sie das gemeinsame Kind alleine aufziehen muss. Noch dazu als Unverheiratete. Verzweifelt reist sie zu einer Freundin nach Paris, wo sich ihr eine unerhörte Möglichkeit bietet. Die große Helena Rubinstein ist von Sophias Ausstrahlung und von einer ihrer selbstgemachten Cremes begeistert. Und sie bietet ihr an, in ihrem Schönheits-Imperium zu arbeiten. Sophia reist nach New York, voller Hoffnung auf ein neues Glück. (Quelle: Amazon)

Manchmal ändert sich das Leben von einem Tag auf den anderen und wir müssen die Konsequenzen einer einzigen falschen Entscheidung tragen. So ist es auch Sophia ergangen, denn als ihr Vater von ihrer Schwangerschaft erfährt, fordert er sie auf, zu gehen. Von da an muss sie auf eigenen Füßen stehen, ihre Zukunftspläne zunächst auf Eis legen und ums Überleben für sich und ihr ungeborenes Baby kämpfen. Und das in einer Zeit, in der ledige Mütter nicht so gut angesehen waren und auch nicht wirklich Hilfe bekamen.

Mit Sophia stellt Corina Bomann eine junge Frau in den Mittelpunkt, die ihren Weg geht, egal wie viele Steine sie überwinden muss. Sie verliert ihr Ziel nicht aus den Augen und muss dabei einige Rückschläge einstecken. Und das alles ist eingebettet in die faszinierende Zeit Anfang des letzten Jahrhunderts.

Corina Bomann schildert Sophias steinigen Weg gewohnt einfühlsam und sehr detailliert. Ich mag den unaufgeregten aber sanften und emotionalen Schreibstil von Corina Bomann sehr. Sie hat mich damit schon mehrfach verzaubert.

Corina Bomann lässt Sophia aus ihrer Sicht erzählen, das gibt mir Einblick in ihre Gefühlswelt, ihre Zweifel und Hoffnungen. Gleichzeitig lassen mich die lebendigen Beschreibungen eintauchen in eine längst vergangene Zeit und erwecken beeindruckende Orte wie Paris und New York zum Leben.

Besonders spannend fand ich die Begegnung mit Helena Rubinstein und den Puderkrieg, den sie mit Elizabeth Arden geführt hat. Denn Sophias Schicksal wird perfekt eingebettet in wahre Begebenheiten. Die 20er Jahre sind eine sehr spannende Zeit, in die ich mit Sophia zurückreise.

Das neue Buch von Corina Bomann ist sehr emotional, auf eine ganz besondere Art spannend und wer sich für Kosmetik interessiert, wird sich sicher über viele kleine Details aus dieser Zeit freuen. Ich fand „Sophias Hoffnung“ sehr schön und interessant und freue mich schon auf den nächsten Teil!

Mein Fazit zu “Sophias Hoffnung”: Sehr emotional und auf eine ganz besondere Art spannend.

Über Corina Bomann:
Corina Bomann ist in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen und hat schon immer geschrieben. Mit “Die Schmetterlingsinsel” gelang ihr der absolute Durchbruch. Seitdem ist jeder ihrer Romane ein Bestseller geworden, auch international. Inzwischen wohnt sie in Berlin. (Quelle: Verlagsseite)

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