Martha schläft von Romy Hausmann – Rezension

Martha schläft von Romy Hausmann – Rezension

Ich gehöre wohl zu den wenigen Ausnahmen, die “Liebes Kind” nicht gelesen haben und so bin ich ganz unvoreingenommen bei “Martha schläft” gelandet.

Worum es geht:
Es ist Jahre her, dass man Nadja für ein grausames Verbrechen verurteilt hat. Nach ihrer Haftentlassung wünscht sie sich nichts sehnlicher, als ein normales Leben zu führen. Doch dann geschieht ein Mord. Und der soll ungeschehen gemacht werden. Ein abgelegenes Haus wird zum Schauplatz eines bizarren Spiels ‒ denn Nadjas Vergangenheit macht sie zum perfekten Opfer. Und zur perfekten Mörderin … Ein tief unter die Haut gehender Psychothriller über Schuld, Vergeltung und die Frage, ob ein Täter je wieder frei sein kann. (Quelle: Amazon)

Es ist schon ein wenig konfus, was Romy Hausmann mir da zu lesen gegeben hat, aber deshalb zunächst nicht weniger genial! Ich mag es, wenn auf mehreren Zeitebenen erzählt wird und ich erstmal viel rätseln muss. Aber hier war selbst ich am Anfang schon ein wenig überfordert, denn Romy Hausmann springt munter in den Zeiten hin und her und das nicht nur auf zwei Ebenen, sondern zuweilen auch ziemlich wild durcheinander. Da ist Konzentration gefragt, denn das lese ich nicht einfach so nebenher. Was aber ja kein Nachteil ist!

Zum Glück sind die einzelnen Kapitel entsprechend gekennzeichnet. Und trotzdem musste ich hin und wieder zurückblättern, um den richtigen Faden aufzugreifen.

Ich bin kein großer Fan von Briefen oder Tagebucheinträgen in Büchern und hier wurde mir wieder einmal bewusst, warum nicht. Ich habe diese Kapitel nur überflogen und für mich waren sie nicht wichtig für die Story.

Die Sprache von Romy Hausmann ist toll und hat mich absolut begeistert. Sie hat eine gute Beobachtungsgabe und kann das dann auch sehr gut beschreiben. Und so viele intelligente Sätze, von denen ich mir einige rausschreiben musste. Romy Hausmann kann wahrlich mit Sprache umgehen, alleine dafür habe ich das Buch sehr gemocht.

Fazit zu “Martha schläft”: “Martha schläft” wird als Thriller angepriesen, aber für mich ist das Buch eher ein spannendes Drama, obwohl der Spannungsbogen immer wieder abflachte. Die Charaktere sind interessant und gut ausgearbeitet. Am Ende laufen schon alle Fäden zusammen … irgendwie. Aber dennoch hat sich mir von einigen Kapiteln der Sinn nicht erschlossen, bei manchen Wendungen war ich bis zum Ende unschlüssig, ob ich das nun gut finden sollte und das Ende an sich hat mir auch nicht so gut gefallen. Ich würde dennoch ein weiteres Buch von Romy Hausmann lesen, weil ich ihre Art zu erzählen so sehr mag!

Über Romy Hausmann:
Romy Hausmann, Jahrgang 1981, hat sich mit ihrem Thrillerdebüt “Liebes Kind” (Februar 2019) sogleich an die Spitze der deutschen Spannungsliteratur geschrieben: “Liebes Kind” landete auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste, Übersetzungen erscheinen in 15 Ländern. 2019 erhielt sie den Crime Cologne Award 2019, die Filmrechte wurden hochkarätig verkauft. “Marta schläft” ist ihr zweiter Thriller. Romy Hausmann wohnt mit ihrer Familie in einem abgeschiedenen Waldhaus in der Nähe von Stuttgart. (Quelle: Verlagsseite)

Von | 2020-05-13T18:56:21+02:00 13/05/2020|Kategorien: Rezension, Spannung|Tags: , , , , , , |0 Kommentare

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