Zara und Zoë – Rache in Marseille von Alexander Oetker – Rezension

Zara und Zoë - Rache in Marseille von Alexander Oetker – Rezension

Action im Süden Frankreichs
Zwei ungleiche Schwestern und rasante Action im Süden von Frankreich! Mich hat schon die Beschreibung total neugierig gemacht:
Kommissarin Zara von Hardenberg ist die beste Profilerin bei Europol. Weil sie sich alles merkt, alles entdeckt und alles voraussieht. Das Dumme ist nur: Sie kann keine Regeln brechen. Als sie ein junges Mädchen bestialisch ermordet in der Felsenlandschaft Marseilles finden, spürt sie, dass das Verbrechen auf eine drohende Katastrophe hinweist. Sie kennt nur eine, die diese noch aufhalten kann: ihre Zwillingsschwester Zoë – eine Killerin der korsischen Mafia, deren einzige Grenze sie selbst ist. Das Aufeinandertreffen der verfeindeten Schwestern wird zum Kampf um Leben und Tod. Und dann erst beginnt der eigentliche Showdown im nächtlichen Marseille. Quelle: Amazon

Als erstes lerne ich Zoë kennen in einem kurzen knappen ersten Kapitel und denke „wow, wie cool ist das denn“. Und damit hat mich das Buch, ich will es unbedingt lesen. Ich mag den rasanten Schreibstil, der mich nur so über die Zeilen fliegen lässt und ich mag solche taffen „Heldinnen“, die eben nicht „gut“ sind. Wem es so wie mir geht, wer schon vom ersten Kapitel geflasht ist, sollte weiterlesen. Denn Alexander Oetker hält auf 336 Seiten, was er im ersten Kapitel verspricht: rasante Spannung!

Cool sind beide Schwestern auf ihre Art, wobei die leicht autistische und hochintelligente Ermittlerin – in diesem Fall Zara, ja nichts Neues mehr ist, was mich überrascht und begeistert. So ist es für mich gut, dass Alexander Oetker zunächst Zoë auftreten lässt, um meine Neugierde zu wecken, was ihm dann ja voll und ganz gelungen ist.

Die Kapitel sind alle mit Orts- und Zeit- und Namensangaben übertitelt. Denn Alexander Oetker erzählt zwar meistens aus der Sicht von Zara oder Zoë, lässt aber auch mal andere Sichtweisen zu und fast alle „wichtigen“ Personen zu Wort kommen. Ich mag das, so habe ich den totalen Überblick. Die Szenen wechseln schnell, ich fühle mich wie in einem Action Thriller.

So ganz nebenbei erfahre ich viel über Marseille, nicht die Touristenhochburg, nein Alexander Oetker führt mich an die dunklen Orte, die kein Tourist sehen möchte und lässt mich die Machenschaften der Drogenmafia in all ihren Nuancen beobachten.

Ich erfahre so nach und nach Details aus der Vergangenheit der beiden ungleichen Schwestern, mag beide auf ihre Art, auch wenn ich zu Zoë tendiere. Selbst ohne die Überschriften weiß ich immer genau, wer gerade an der Reihe ist, denn Alexander Oetker hat den Schreibstil an die jeweilige Person angepasst. Das finde ich nicht immer gelungen und der Schreibstil ist auch der einzige Kritikpunkt. Der Stil ist mir zu einfach, nicht ausgefeilt genug. Aber das verzeihe ich hier, weil die Story mich perfekt unterhalten hat, so wie Action Kino eben und weil ich die beiden Schwestern einfach cool und taff und außergewöhnlich finde!

Mein Fazit zu “Zara und Zoë – Rache in Marseille”: Ich fand das Buch super spannend, die Story war actionreich und nicht vorhersehbar. Sehr rasant geschrieben, tolle Charaktere, interessante Hintergrundstory.

Über den Autor:
Alexander Oetker, geboren 1982 in Berlin, ist der Frankreich-Experte der neuen Generation – und politischer Journalist im Zentrum der Macht. Er war langjähriger Frankreichkorrespondent für RTL und n-tv, berichtete über Terroranschläge und Bandenkriminalität. Nun arbeitet er als politischer Reporter in Deutschland. Die Bücher seiner Krimireihe um Commissaire Luc Verlain sind stets SPIEGEL-Bestseller.

Von | 2019-08-14T19:55:39+02:00 14/08/2019|Kategorien: Rezension, Spannung|Tags: , , , , , |0 Kommentare

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