Australien

Das Licht zwischen den Meeren von M. L. Stedman – Rezension

Jeder büßt für seine Sünden ...   Sie brachen alle Regeln und folgten ihrem Herzen. Was danach passierte, wird das Ihre brechen ... 1926, Janus Rock. Auf einer abgelegenen Insel im Westen Australiens arbeitet Tom Sherbourne als Leuchtturmwärter. Mit seiner Frau Isabel führt er ein erfülltes Leben fern einer Welt im Umbruch. Nur eines trübt ihr Glück: Ein Kind bleibt ihnen verwehrt. Bis sie eines Morgens am Strand ein Ruderboot entdecken, in dem die Leiche eines Mannes liegt – und ein neugeborenes Baby. Während Tom die Küstenwache alarmieren will, schließt Isabel das kleine Mädchen in die Arme – und für immer in ihr Herz. Gegen Toms Willen nehmen sie das Kind als ihr eigenes an und nennen es Lucy. Zwei Jahre später kehren sie aufs Festland zurück – und müssen erkennen, dass ihre Entscheidung das Leben eines anderen Menschen zerstört hat …(Klappentext)     So wie Izzy sich auf Tom [...]

Von | 2018-05-22T11:57:55+02:00 17/10/2013|Kategorien: Gegenwart, Liebe & Beziehung, Rezension|Tags: , , , , , |1 Kommentar

Alles aus Liebe von Liane Moriarty

  Wenn Liebe krank macht   Gerade als sich Ellen in Patrick verliebt hat, kommt das böse Erwachen: Er wird von seiner Exfreundin gestalkt und das auf eine sehr belastende Art. Die feinfühlige Ellen, die eine Hypnosepraxis betreibt, kann das aber zunächst nicht erschüttern … ganz im Gegenteil, sie findet die ganze Geschichte sogar spannend. Ihr macht viel mehr die verstorbene Frau von Patrick zu schaffen. Und irgendwann stösst auch Ellen an ihre Grenzen. Das war mein erster Roman über Stalking und das ging mir ganz schön unter die Haut. Auf der einen Seite die sanfte Ellen, die alles wegmeditiert und eine sehr positive Lebenseinstellung hat. Und auf der anderen Seite die sehr anhängliche Saskia, die ihre Liebe verloren hat und wie unter Zwang an dem Leben ihres Ex teilhaben möchte. Ihre Verzweiflung, ihre Unfähigkeit, sich ein eigenes Leben aufzubauen … das war schon sehr heftig. Das Buch ist in [...]

Von | 2018-05-22T11:58:00+02:00 09/04/2013|Kategorien: Gegenwart, Rezension|Tags: , , , , , |0 Kommentare

Die Landkarte der Liebe von Lucy Clarke

Schritt für Schritt   Katie ist total geschockt, als sie vom Tod ihrer Schwester Mia erfährt. War ihr Verhältnis doch nicht das Beste. Deshalb war Mia ein paar Monate zuvor zu einer Weltreise aufgebrochen, von der sie nun nicht mehr zurück kehren wird. Das klingt alles sehr dramatisch, aber Lucy Clarke erzählt die Geschichte mit einer Leichtigkeit und einem schönen Humor, dass mein Herz eher warm statt schwer wurde. Von Anfang an finde ich die Geschichte ein bisschen geheimnisvoll und das soll sich auch im Laufe des Buches bestätigen. Katie findet Mias Tagebuch und sie geht Mias Reiseweg nach. Das muss sie einfach tun, um ihre Schwester, die ihr sehr fremd geworden war, zu verstehen und um das Geschehene zu verarbeiten. Sehr schön finde ich die Erzählweise, Mia und Katie kommen abwechselnd zu Wort, die einzelnen Kapitel haben das jeweilige Datum und den Ort in der Überschrift, so dass ich [...]

Dornentöchter von Josephine Pennicott

  Inhalt: Sadie zieht mit ihrer magersüchtigen Tochter Betty von Sydney  in das tasmanische Dorf Pencubitt. Dort möchte sie nach ihrer Scheidung einen Neuanfang wagen … im Poet´s Cottage, wo ihre Großmutter Pearl vor vielen Jahren ermordet wurde.   Meine Meinung: Das Buch beginnt mit einem schönen Zitat von William Morris und einem Prolog, der mich sehr gut auf das Buch eingestimmt hat. Er handelt von Pearls Todestag und darum dreht sich auch die ganze Geschichte. Sie wird auf zwei Zeitebenen erzählt und gleichzeitig mit  Sadie lüfte ich immer mehr das Geheimnis um Pearl und deren Leben. Die Übergänge von Gegenwart und Vergangenheit finde ich sehr gut gelöst, wobei die Vergangenheit etwas einseitig aus der Sicht von Birdie, Pearls Freundin und Konkurrentin, in Form eines eigenen Buches, der Netzespinnerin, erzählt wird. Die Hauptrollen in diesem wunderschön gestalteten Buch spielen das Poet´s Cottage mit seinen vielen Geheimnissen und natürlich Pearl, die [...]

Im Tal des wilden Eukalyptus von Inez Corbi

    Der ehemalige Sträfling Duncan und die junge Irin Moira leben nun zusammen in einer einfachen Hütte und bekommen einen kleinen Sohn. Aber das junge Glück währt nicht lange und Moira muss wieder kämpfen.       Ich hatte mich gefreut, dass die Geschichte um Moira und Duncan weiter erzählt wird. Das erste Buch „Das Lied der roten Erde“ hatte mir damals gefallen. Aber hier ging es mir leider so wie bei vielen Filmen, der zweite Teil kann einfach nicht halten, was der erste Teil versprochen hat. Der Schreibstil ist zwar auch in diesem Buch lebendig und gut lesbar, aber die Geschichte an sich fand ich nicht so fesselnd. Vieles war vorhersehbar und Moiras Exmann war der böse Bube, der dann auch nur noch als „alter Sack“ bezeichnet wurde. Das hat mich wirklich sehr gestört, zumal das auch noch ständig wiederholt wurde. Er war zwar nicht meine Lieblingsfigur, aber [...]

Von | 2018-05-22T11:58:07+02:00 16/10/2012|Kategorien: Historisch, Rezension|Tags: , , , , |0 Kommentare

Der Duft der Pfirsichblüte von Dagmar Trodler

Anfang des 19. Jahrhundert werden in England viele Todesurteile in Deportationen nach Australien umgewandelt. Auch die Londoner Spitzenhäklerin Penelope teilt mit ihrer Mutter dieses Schicksal. Sie gehen nicht nur auf der beschwerlichen Überfahrt durch die Hölle.   Die Aufmachung des Buches und der Klappentext versprechen eine Australiensaga, wie ich schon einige gelesen habe. Aber dieses Buch ist ganz anders und ich wurde sehr positiv überrascht. Denn … ich hatte die meiste Zeit beim Lesen einen dicken Kloß im Hals. Dagmar Trodler beschreibt die Zustände so authentisch und auch schonungslos. Da wird nichts weichgespült und durch die rosarote Brille betrachtet und genau das gefällt mir an dem Buch so gut. Es ist ergreifend, es ist mitreißend, es ist glaubwürdig und es ist sehr informativ. Man merkt immer wieder, wie gründlich die Autorin recherchiert hat. Die Sprache steht im krassen Gegensatz zur Handlung, sie ist poetisch und atmosphärisch und eindringlich, eine Kombination, [...]

Von | 2018-05-22T11:58:09+02:00 02/08/2012|Kategorien: Historisch, Rezension|Tags: , , , |0 Kommentare

Nur eine Ohrfeige von Christos Tsiolkas

Ein Nachmittag im australischen Melbourne, ein Barbecue, eine entspannte Party … eine Ohrfeige. Dieser Vorfall verändert alles, bringt längst Verdrängtes zurück an die Oberfläche, polarisiert. Der Roman ist in acht Kapitel aufgeteilt und jedes Kapitel widmet Tsiolkas einem anderen Partygast. Damit ermöglicht er dem Leser einen Einblick in die vielschichtige australische Gesellschaft. Der Autor wird mit Philipp Roth verglichen, das hatte mich erst einmal ein wenig abgeschreckt. Während mich die direkte Sprache bei dem einzigen Buch von Philipp Roth, das ich bisher gelesen habe, noch gestört hat, finde ich es hier überaus passend. Schonungslos und grundehrlich berichtet der Autor von der Psyche und den Handlungen seiner Protagonisten. Hier wird nichts schön geredet und das imponiert und gefällt mir. Es ist sehr interessant, hinter die Fassaden der einzelnen Protagonisten zu blicken. Natürlich werden da auch einige Klischees bedient, Vorurteile bestätigt. Und doch ist es sehr glaubhaft, was uns Tsiolkas hier erzählt. [...]

Von | 2018-05-22T11:58:12+02:00 29/02/2012|Kategorien: Gegenwart, Rezension|Tags: , , |0 Kommentare