Drama

Die Lüge – Matthias Edvardsson – Rezension

Ich hatte ja schon angekündigt, dass sich ein paar Dinge hier verändern werden. Dazu gehört auch, dass ich hier Bücher vorstellen werde, die mir nicht so gut gefallen haben. Den Anfang macht "Die Lüge" von Matthias Edvardsson Wer mit dem Feuer spielt… Ich mag ungewöhnliche Geschichten und ich war mega gespannt auf den Sensationsserfolg aus Schweden, der überall angekündigt wurde und mir auf vielen Kanälen begegnet ist. Wer kann bei so einem Klappentext schon wiederstehen: Lund, Schweden: Adam, Ulrika und Stella sind eine ganz normale Familie. Adam ist Pfarrer, Ulrika Anwältin und Stella ihre rebellierende Tochter. Kurz nach ihrem 19. Geburtstag wird ein Mann erstochen aufgefunden und Stella als Mordverdächtige verhaftet. Doch woher hätte sie den undurchsichtigen und wesentlich älteren Geschäftsmann kennen sollen und vor allem, welche Gründe könnte sie gehabt haben, ihn zu töten? Jetzt müssen Adam und Ulrika sich fragen, wie gut sie ihr eigenes Kind wirklich [...]

Von | 2019-04-14T18:25:30+02:00 14/04/2019|Kategorien: Gegenwart, Rezension, Spannung|Tags: , , , |0 Kommentare

The Hurting von Lucy van Smit – Rezension

Intensiv und emotional Kann die Liebe, vor allem die erste Liebe, ein junges Mädchen total umkrempeln und alle Prinzipien vergessen lassen? Ein Kind entführen? Das ist schon harter Tobak: Nell glaubt nicht an Liebe auf den ersten Blick – bis sie Lukas begegnet. Dem attraktiven und irgendwie wilden Jungen im Wolfsmantel. Mit Lukas wird ihr Leben schöner, mit ihm kann sie glücklich sein. Doch Lukas verfolgt einen finsteren Plan und als Nell das begreift, ist sie schon mitten im Nirgendwo, hat ein Kind entführt und wird von der Polizei gesucht. Und hier, in der Einsamkeit norwegischer Wälder, beginnt für sie ein Überlebenskampf - gegen die Natur, gegen Wölfe, gegen den Schmerz und gegen den Jungen, den sie liebt. (Quelle: Verlagsseite) Die ersten Seiten haben mich so dermaßen fasziniert, ich musste dieses Buch unbedingt lesen. Denn ich konnte mich gar nicht mehr losreißen. Zunächst dachte ich zwar, [...]

Von | 2019-04-14T18:26:10+02:00 07/04/2019|Kategorien: Jugend, Rezension|Tags: , , |0 Kommentare

Geständnisse von Kanae Minato – Rezension

Lektion des Bösen Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine letzte Lektion mit auf den Weg geben. Denn sie weiß, dass ihre Schüler Schuld am Tod ihrer Tochter haben. Mit einer erschütternden Offenbarung setzt sie unter ihnen ein tödliches Drama um Schuld und Rache, um Gewalt und Wahnsinn in Gang, an dessen Ende keiner – weder Kind noch Erwachsener – ungeschoren davonkommt. (Inhaltsangabe Amazon) Als ich das Buch zugeklappt habe, musste ich erst einmal tief durchatmen. Wow, was für eine Geschichte! Die Idee, etwas aus verschiedenen Perspektiven fortlaufend zu erzählen, ist nicht neu und seit "Die Sünden meiner Väter" bin ich ein großer Fan dieser Art zu erzählen. Aber "Geständnisse" ist in jeder Hinsicht anders. Und für mich [...]

Von | 2019-03-22T17:51:30+02:00 17/06/2017|Kategorien: Gegenwart, Rezension, Spannung|Tags: , , , , |0 Kommentare

Unterleuten von Juli Zeh – Rezension

Ein Blick hinter die Idylle Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf "Unterleuten" irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Denn da ist nicht nur der Gegensatz zwischen den neu zugezogenen Berliner Aussteigern, die mit großstädtischer Selbstgerechtigkeit und Arroganz und wenig Sensibilität in sämtliche Fettnäpfchen der Provinz treten. Da ist auch der nach wie vor untergründig schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Wendeverlierern. Kein Wunder, dass [...]

Von | 2019-03-25T12:22:25+02:00 28/05/2017|Kategorien: Gegenwart, Rezension|Tags: , , , |0 Kommentare

Die finanziellen Abenteuer des talentierten Poeten von Jess Walter – Rezension

Der untalentierte Poet?   Eine ausgelassene Satire auf das zerbröselnde Lebensmodell der Mittelschicht Matt Prior hat alles, was der amerikanische Durchschnittsbürger sich wünscht: ein Haus in einer Vorortsiedlung, eine hübsche Frau, zwei Kinder. Doch sein Plan, sich als Lyriker zu etablieren, scheitert. Und als er auch noch seinen Job als Wirtschaftsjournalist verliert, weiß er plötzlich nicht mehr, wie er seine Schulden bezahlen soll. Seine Gläubiger aber sind ungeduldig, und er muss innerhalb kürzester Zeit 30.000 Dollar auftreiben, um nicht seine gesamte Existenz zu verlieren. Dann trifft er nachts beim Milchholen im Supermarkt um die Ecke auf zwei jugendliche Kiffer, raucht seinen ersten Joint seit Jahren, geht auf eine Party, und plötzlich kommt ihm eine folgenschwere Idee, wie er seine Geldprobleme lösen kann. (Klappentext)   Ich bin ein großer Fan der Serie Breaking Bad und das war der Grund für mich, dieses Buch lesen zu wollen. Das geniale Cover, ein vielversprechender [...]

Von | 2018-05-22T11:57:48+02:00 10/07/2014|Kategorien: Gegenwart, Humor, Rezension|Tags: , , , |0 Kommentare

Korallenfeuer von Isabel Beto – Rezension

Spannende Abenteuer im indischen Ozean! „Du gehörst mir. Weil du der wichtigste Mensch für mich bist.“ Nichts wünscht sich Noëlle sehnlicher, als einmal diese Worte zu hören. Doch jemand anderem zu gehören, ist für sie grausame Wirklichkeit: Sie ist Sklavin auf der Seychellen-Insel Mahé. Als Heilerin hat Noëlle sich Respekt erworben, aber Nähe spürt sie nur zu ihrem geliebten Onkel. Als dieser schwer verletzt wird, ist Noëlle verzweifelt. Ihre einzige Hoffnung: der Schiffsarzt der Fregatte, die gerade vor Mahé ankert. Dieser Mann löst etwas aus in Noëlle – etwas Tiefes und Dunkles. Sie ahnt nicht, was er verbirgt. Was ihn zwingt, ein Leben ohne Vergangenheit zu führen. (Klappentext)   Ich muss zugeben, der Klappentext klingt etwas kitschig, aber dadurch ließ ich mich nicht davon abhalten, dieses Buch zu lesen. Und ich habe es nicht bereut. Nach einem kurzen Prolog finde ich mich in England um 1790 wieder. Dort treffe ich [...]

Das Mädchen aus Bernau von Charlotte Lyne – Rezension

Magda und ihre Brüder Berlin, 1320. Die junge Magda Harzer macht sich mit ihren drei Brüdern auf in die frisch befestigte Doppelstadt Cölln-Berlin, wo sie sich unverhofft inmitten des Konflikts um die Kaiserkrone wiederfindet. Der Probst von Bernau fällt einem grausamen Mord zum Opfer, und Papst Johannes XXII. droht, den Kirchenbann über Berlin zu verhängen. Um das zu verhindern, soll einer von Magdas Brüdern als Sündenbock geopfert werden. Mit allem Mut kämpft Magda um das Leben ihres Bruders – und um die Zukunft ihrer Stadt. Zur Seite steht ihr nur einer, Thomas, ein junger Franziskaner, den seine Gefühle für Magda in einen Gewissenskonflikt stürzen. Nicht nur ihr, sondern auch sein Leben wird sich durch den Kampf um Berlin von Grund auf ändern. (Klappentext) Zunächst habe ich ein bisschen Zeit, Magdas Familie kennen zu lernen, bevor sie sich nach Berlin aufmachen, um dort noch einmal ganz von vorne zu beginnen. Magdas [...]

Zweiundzwanzig von Jean-Philippe Blondel – Rezension

Totale Freiheit? Mit zweiundzwanzig hat man das Leben noch vor sich. Normalerweise. Doch im Sommer 1986 glaubt der Erzähler schon alles gesehen zu haben, nachdem er durch zwei Autounfälle seine Eltern und seinen Bruder verloren hat. Ein einziges Ziel ist ihm geblieben: der Ort Morro Bay an der Pazifikküste, den Lloyd Cole in seinem Song „Rich“ besingt. Mit der fixen Idee im Kopf, dort irgendeinen Frieden zu finden, macht sich der Erzähler auf zu einem Roadtrip durch Kalifornien, zusammen mit seiner Exfreundin Laure und seinem besten Freund Samuel. Der Weg zum Meer hält nicht nur einige Umwege (Las Vegas, Mexiko), Begegnungen (misstrauische Cops, Pianistinnen mitten in der Wüste) und Erinnerungen (an die Kindheit in einer französischen Kleinstadt) bereit und kuriert die drei jungen Franzosen von ihrem amerikanischen Traum; er wird auch zu einem Weg zurück ins Leben (Klappentext) Ich entscheide oft nach einer Leseprobe, ob ich ein Buch lesen möchte [...]

Von | 2018-05-22T11:57:53+02:00 07/02/2014|Kategorien: Gegenwart, Rezension|Tags: , , , , |0 Kommentare

Die Sünden meiner Väter von Liz Nugent – Rezension

Absolut faszinierend! Oliver Ryan ist allem Anschein nach das Musterbeispiel einer gelungenen bürgerlichen Existenz: als Kinderbuchautor international erfolgreich, als Ehemann im Bekanntenkreis geschätzt. Doch eines Abends geschieht etwas, was sein Kartenhaus der Wohlanständigkeit zum Einsturz bringt. „Was immer es mit Olivers Herkunft auf sich haben mochte, sie war ganz offensichtlich sein wunder Punkt. Und auch wenn ich damals noch nicht ahnte, zu welcher Gewalt Oliver fähig war, so verhieß sein Blick doch nichts Gutes“ (Klappentext) „Ich hatte eine stärkere Reaktion erwartet, als ich das erste Mal zuschlug“. So beginnt die Geschichte von Oliver. Ich musste heftig schlucken und war mir gar nicht sicher, ob ich das lesen wollte. So ein unsympathischer Kerl. Das erste Kapitel, in dem er erzählt, hat in mir fast Übelkeit erzeugt. Aber … das hat sich mit jedem Satz geändert. Liz Nugent lässt alle zu Wort kommen. Alle außer Alice natürlich. In loser Reihenfolge erzählen Olivers [...]

Von | 2018-05-22T11:57:53+02:00 04/02/2014|Kategorien: Gegenwart, Rezension|Tags: , , , |0 Kommentare

Das Licht zwischen den Meeren von M. L. Stedman – Rezension

Jeder büßt für seine Sünden ...   Sie brachen alle Regeln und folgten ihrem Herzen. Was danach passierte, wird das Ihre brechen ... 1926, Janus Rock. Auf einer abgelegenen Insel im Westen Australiens arbeitet Tom Sherbourne als Leuchtturmwärter. Mit seiner Frau Isabel führt er ein erfülltes Leben fern einer Welt im Umbruch. Nur eines trübt ihr Glück: Ein Kind bleibt ihnen verwehrt. Bis sie eines Morgens am Strand ein Ruderboot entdecken, in dem die Leiche eines Mannes liegt – und ein neugeborenes Baby. Während Tom die Küstenwache alarmieren will, schließt Isabel das kleine Mädchen in die Arme – und für immer in ihr Herz. Gegen Toms Willen nehmen sie das Kind als ihr eigenes an und nennen es Lucy. Zwei Jahre später kehren sie aufs Festland zurück – und müssen erkennen, dass ihre Entscheidung das Leben eines anderen Menschen zerstört hat …(Klappentext)     So wie Izzy sich auf Tom [...]

Von | 2018-05-22T11:57:55+02:00 17/10/2013|Kategorien: Gegenwart, Liebe & Beziehung, Rezension|Tags: , , , , , |1 Kommentar