Erinnerungen

It’s teatime, my dear! von Bill Bryson – Rezension

Ein ungewöhnlicher Trip durch Großbritannien Vor über dreißig Jahren beschloss der Amerikaner Bill Bryson, England zu seiner Wahlheimat zu machen und für einige Jahre dort zu leben. Damals brach er auf zu einer großen Erkundungsreise quer über die britische Insel. Inzwischen ist er ein alter Hase, was die Eigentümlichkeiten der Engländer betrifft, aber dennoch entdeckt er immer wieder Neues, was ihn fasziniert und amüsiert. Kein Wunder also, dass es ihn reizt, diese Insel erneut ausgiebig zu bereisen. Von Bognor Regis bis Cape Wrath, vom englischen Teehaus bis zum schottischen Pub, von der kleinsten Absteige bis zum noblen Hotel, Bryson lässt nichts aus und beantwortet zahlreiche Fragen. Wie heißt der Big Ben eigentlich wirklich? Wer war Mr. Everest? Warum verstehen sich Amerikaner und Engländer nur bedingt? Bill Bryson will noch einmal wissen, was dieses Land so liebenswert macht, und begibt sich auf den Weg – schließlich ist er wieder reif [...]

Von | 2019-03-25T12:33:39+02:00 15/05/2017|Kategorien: Reiseberichte, Rezension|Tags: , , , |0 Kommentare

Die Launenhaftigkeit der Liebe von Hannah Rothschild – Rezension

Überraschend, spannend und emotional Annie McDee ist nach London gezogen, um nach der Trennung von ihrem langjährigen Freund einen Neuanfang zu wagen. Eines Tages kauft die junge Köchin in einem Trödelladen ein verstaubtes kleines Gemälde, nicht ahnend, dass dieses Bild nur wenige Monate später die internationale Kunstwelt in helle Aufregung versetzen wird. Schwerreiche russische Oligarchen, Staatspräsidenten, die Gattin eines Ölscheichs und ein Gangster-Rapper werden vor dem altehrwürdigen Auktionshaus Monachorum & Sons Schlange stehen, um den »Verkauf des Jahrhunderts« für sich zu entscheiden. Doch auch Annies Leben wird durch ihren Zufallsfund auf den Kopf gestellt. Denn unversehens gerät sie ins Zentrum der dunklen Machenschaften skrupelloser Kunsthändler, die zu allem bereit sind, damit ein gut gehütetes Familiengeheimnis nicht ans Tageslicht kommt... (Inhaltsangabe) Ich lasse mich immer wieder gerne auf neue Leseabenteuer ein und „eine berührende Liebesgeschichte mit einer mitreißenden Spannungshandlung“ (Zitat Daily Express) klang für mich nach einer [...]

Von | 2019-03-25T18:33:07+02:00 02/04/2017|Kategorien: Gegenwart, Rezension|Tags: , , , , |0 Kommentare

Winterrosenzeit von Ricarda Martin – Rezension

Viel mehr als eine Liebesgeschichte Die große Liebe überwindet alles - auch die Schrecken der Vergangenheit. Ein bewegender Liebesroman vor der Kulisse des Nachkriegseuropas. Süddeutschland 1965: Wochenlang hat Hans-Peter gearbeitet, um das Geld für seinen großen Traum zu verdienen: Einmal zu einem Konzert der Beatles nach England zu reisen und seine Idole live auf der Bühne zu erleben! Im Seebad Blackpool erlebt er einen grandiosen Auftritt der Gruppe - und lernt die hübsche Ginny kennen. Zwischen Hans-Peter und Ginny funkt es sofort. Hans-Peter zieht mit der Gruppe nach London, weilt als Gast bei einem von Ginnys Freunden und lernt das Swinging London der sechziger Jahre kennen. Alles ist viel lockerer und freier als in Deutschland, und so verliebt er sich nicht nur in Ginny, sondern auch in das Land. Ginnys Vater ist Deutscher, der während der Nazizeit als politischer Häftling inhaftiert war und Deutschland 1945 verlassen hat. Sie selbst [...]

Die vier Jahreszeiten des Sommers von Grégoire Delacourt – Rezension

Ein feines Buch über die Liebe Ein Sommer am Strand in Nordfrankreich: Sonne, Meer, Dünen und Bars. Hier treffen vier Paare ganz unterschiedlichen Alters aufeinander: zwei Teenager im Rausch der ersten Liebe, eine 35-Jährige auf der Suche nach einem neuen Glück, eine gelangweilte Hausfrau , die sich ins Abenteuer stürzt, und ein altes Ehepaar, das sich noch genauso liebt wie am ersten Tag. All diese Menschen begegnen sich, ohne zu wissen, dass ihre Geschichten eng miteinander verwoben sind und ihre Schicksale sich gegenseitig beeinflussen. Bis es während des Feuerwerks zum französischen Nationalfeiertag zu einem dramatischen Höhepunkt kommt. (Inhaltsangabe laut Verlag) Ein trauriger Sommerhit, der französische Nationalfeiertag und der Strand von Le Touquet, das verbindet die vier Paare, die sich dort treffen. Sie sind verschieden alt und sie befinden sich in verschiedenen Phasen ihrer Beziehung. Was ich hier so nüchtern beschreibe, daraus hat Grégoire Delacourt einen zauberhaften Roman gemacht. Seine Worte [...]

Von | 2018-05-22T11:57:38+02:00 22/08/2016|Kategorien: Gegenwart, Liebe & Beziehung, Rezension|Tags: , , , |0 Kommentare

Ein Sommer in Irland von Ricarda Martin – Rezension

Ein spannender Sommer Ein rührender, romantischer Roman über eine Frau, die scheinbar zufällig die tragische Lebensgeschichte einer irischen Schriftstellerin entdeckt und dabei ihre eigenen Wurzeln findet. Caroline wird von ihrem Chef nach Irland geschickt, um dort auf einem idyllischen Cottage nach einem wertvollen alten Buch zu forschen und es bei einer Auktion zu ersteigern. Da sie die Sommerferien mit ihrer jugendlichen Tochter Kim verbringen will, muss diese gegen ihren Willen mit nach Irland reisen. Die Suche nach dem alten Buch wird für Caroline und Kim zu einer Suche nach einem Familiengeheimnis und ihren eigenen Wurzeln. Die Reise und die traumhafte Umgebung Irlands helfen den beiden, wieder näher als Familie zusammenzufinden. Auch die Liebe findet Einzug in die kleine Familie, wird am Ende Irland für die beiden das große Glück bedeuten? Ein romantischer Familiengeheimnisroman von Ricarda Martin vor der grandiosen Kulisse Irlands mit viel Sommerfeeling! (Inhaltsangabe der Verlagsseite)   Nach dem [...]

Von | 2018-05-22T11:57:38+02:00 07/08/2016|Kategorien: Frauen, Gegenwart, Rezension, Spannung|Tags: , , , , |0 Kommentare

Ein Jahr wie dieses von Daniele Bresciani – Rezension

Wunderschön erzählt! Die 14-jährige Viola musste ihren Vater tot in seinem Bett finden. Von diesem Moment an hat sie kein Wort mehr gesprochen, doch sie kann nicht aufhören, an das große Geheimnis zu denken, das ihr Vater mit ins Grab genommen hat. Mit einem zerfallenden Buch und einer alten Fotografie versucht das Mädchen die Lebensgeschichte ihres Vaters zu rekonstruieren. Gemeinsam mit ihrer Freundin Leslie taucht sie in das rauschende London der 1980er Jahre ein, in dem der junge Giacomo einst in eine große Liebesgeschichte verwickelt war. (Quelle: Verlagsseite) Das Buch beginnt traurig, Giacomo nimmt Abschied von Claire und Viola nimmt Abschied von Giacomo, ihrem Vater. Und dazwischen liegen fast 20 Jahre. Abschiede sind nie schön, vor allem dann nicht, wenn es ein Abschied für immer ist. Giacomo stirbt und in Rückblenden, die eine eigene Erzählebene bilden, kann ich eintauchen in seine Vergangenheit. Im Jahr 1980 trifft er seine große Liebe [...]

Von | 2018-05-22T11:57:40+02:00 02/02/2016|Kategorien: Gegenwart, Liebe & Beziehung, Rezension|Tags: , , |0 Kommentare

Hope forever von Colleen Hoover – Rezension

„Ein wild gemischter Emotionscocktail“ Die 17-jährige Sky ist starken Gefühlen bisher aus dem Weg gegangen. Wenn sie einem Jungen begegnet, verspürt sie normalerweise keinerlei Anziehung, kein Kribbeln im Bauch. Im Gegenteil. Sie fühlt sich taub. Bis sie auf Dean Holder trifft, der ihre Hormone tanzen lässt. Es knistert heftig zwischen den beiden und der Beginn einer großen Liebe deutet sich an. Doch dann tun sich Abgründe aus der Vergangenheit auf, die tiefer und dunkler sind, als Sky sich vorstellen kann. (Klappentext)     Was sich im ersten Moment wie eine Liebesgeschichte anhört, ist doch sehr viel mehr. Wer schon bei Layken und Will Tränen vergossen hat, weiß, dass Colleen Hoover es ihren Figuren nicht leicht macht. Sie lässt Sky in der Ich-Form erzählen und benutzt dabei eine Sprache, die so herrlich locker und modern, aber dennoch nicht übertrieben platt ist. Genau so reden junge Leute und Colleen Hoover fängt viele [...]

Von | 2018-05-22T11:57:46+02:00 27/11/2014|Kategorien: Jugend, Rezension|Tags: , , , |1 Kommentar

Der Zug der Waisen von Christina Baker Kline – Rezension

„Was, wenn niemand mich will?“ New York, 1929: Mit neun Jahren verliert Vivian Daly, Tochter irischer Einwanderer, bei einem Wohnungsbrand ihre gesamte Familie. Gemeinsam mit anderen Waisen wird sie kurzerhand in einen Zug verfrachtet und in den Mittleren Westen geschickt, wo die Kinder auf dem Land ein neues Zuhause finden sollen. Doch es ist eine Reise ins Ungewisse, denn nur die wenigsten von ihnen erwartet ein liebevolles Heim. Und auch Vivian stehen schwere Bewährungsproben bevor ... Erst viele Jahrzehnte später eröffnet sich für die inzwischen Einundneunzigjährige in der Begegnung mit der rebellischen Molly die Möglichkeit, das Schweigen über ihr Schicksal zu brechen. (Klappentext)   „Ich glaube an Geister“ … so beginnt der Prolog, in dem die mittlerweile 91- jährige Vivian ein bisschen über sich erzählt. Schon da überkam mich ein leichter Schauer, denn zwischen den Zeilen paaren sich Traurigkeit mit Mut. Eine eigenwillige Mischung, die Vivian bei ihrem Weg geholfen [...]

Von | 2018-05-22T11:57:46+02:00 28/10/2014|Kategorien: Gegenwart, Historisch, Rezension|Tags: , , , , |2 Kommentare

Heimkehr von Toni Morrison – Hörbuchrezension

  „Sie standen da wie Männer“ In "Heimkehr" beschäftigt sich Literatur-Nobelpreisträgerin Toni Morrison mit dem Schicksal der Afroamerikaner in den USA der 50er Jahre. Frank Money ist mit massiven psychischen Schäden aus dem Koreakrieg zurückgekehrt und führt seitdem ein zielloses Vagabundenleben, unfähig, den Weg zurück in eine Gesellschaft zu finden, die ihn nicht verstehen kann und will. Als ihn die Nachricht erreicht, dass seine jüngere Schwester Cee in Gefahr ist und seine Hilfe braucht, macht er sich auf den Weg: nach Lotus, Georgia. Zu Cee, zu den Familien seiner gefallenen Kameraden. An den Ort, an dem ein düsteres Geheimnis ruht, dem Frank erst auf den Grund gehen muss, bevor er seinen Frieden finden kann ... Doris Wolters (Deutscher Hörbuchpreis) und André Benndorff lesen dieses beeindruckende Gesellschaftsporträt und geben Morrisons poetischer Sprache Wirkung. (Verlagstext)   Nach Hause kommen war für mich bisher immer ein schönes und positives Gefühl und hatte etwas [...]

Von | 2018-05-22T11:57:49+02:00 26/05/2014|Kategorien: Gegenwart, Hörbuch, Rezension|Tags: , , , , |1 Kommentar

Das Haus der Tänzerin von Kate Lord Brown – Rezension

„Immer lächeln, Mädchen“ Die alte Villa in den Hügeln von Valencia ist für Emma der perfekte Rückzugsort: Der verwilderte Garten duftet nach Orangenblüten, die Leute im Dorf sind hilfsbereit und schon bald eröffnet die gelernte Parfümeurin einen Blumenladen. Doch warum vermachte ihre verstorbene Mutter ihr dieses Anwesen? Immer mehr fühlt sich Emma von der geheimnisvollen Vergangenheit des Hauses angezogen. Und dann entdeckt sie ein zugemauertes Zimmer ... (Klappentext) Auch wenn das so direkt nicht aus der Beschreibung hervorgeht – es ist ein Buch über sehr mutige Frauen! Und das hat mir besonders gut gefallen. Kate Lord Brown erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen. Das ist nicht neu, aber auch hier wunderbar gelungen. Es beginnt in Spanien 1936 und beschreibt ein sehr dunkles Kapitel der spanischen Geschichte. Emmas Großmutter Freya hat den Bürgerkrieg in Spanien als Krankenschwester hautnah miterlebt. Die damaligen Ereignisse schildert Kate Lord Brown sehr eindringlich und mir war [...]